Aktuelles aus Villingen-Schwenningen

Dienstag, 18 Oktober 2011

un:nu? – Zeitung zur 21. Schülerbegegnung erschienen

Seit heute verschickt das Kulturamt der Stadt Villingen-Schwenningen die Zeitung des Ateliers 6 (Dokumentation). Humorvoll, seriös und mit dem Wörterbuch Badisch/Schwäbisch – Sächsisch unentbehrlich, gibt sie einen vertiefenden Einblick in die spannende Begegnung zwischen sächsischen und baden-württembergischen Schülern. Die verbindenden Möglichkeiten von Musik und Kunst sowie die Reflexion über die deutsche Einheit finden in der Zeitung mit dem Untertitel Begegnungszeit 29.9 bis 4.10 in Villingen-Schwenningen Eingang. Dabei kommen neben den Schülern und Schülerinnen auch Gastautoren wie Dr. Dorit Stenke, Direktorin des Sächsischen Bildungsinstituts, so wie Tilman Heiland, der Komponist einer neuen „Einheitshymne“ zu Wort. Unbedingt lesen.

Einfach daufklicken und dann oben im schwarzen Dock vergrößern. ;-)

 

Sonntag, 16 Oktober 2011

Finissage der Ausstellung Schwarz-Rot-Gold

Die 21. Schülerbegegnung Musik & Kunst verabschiedet sich aus Villingen-Schwenningen

Noch einmal gut besucht, war die Schulkunstausstellung Schwarz-Rot-Gold, Reflexionen, am Sonntag, dem 16. Oktober 2011, in den stimmungsvollen Wechselausstellungsräumen des ehemaligen Franziskanerklosters. In einer letzten Führung durch Kathrin Seuthe und Dr. Andreas Zoller wurde von den über 350 Schülerarbeiten Abschied genommen. In den vergangenen 16 Tagen hatten 1487 Besucher die farbfrohe Ausstellung gesehen und waren überrascht von den über 50 Ansätzen, sich mit den Deutschen Farben auseinander zusetzten. Neben politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen nahmen in den 17 beteiligten Schulen aus Sachsen und Villingen-Schwenningen weit über 3000 Schüler auch ästhetische Ansätze auf. Dabei gelang es ihnen eindrucksvoll dem weitgehend unreflektierten deutschen Nationalsymbol humorvolle und nachdenkliche Aspekte abzugewinnen.

Dienstag, 04 Oktober 2011

Rückfahrt mit Wehmut im Herzen

Theater am Ring, Villingen-Schwenningen

Natürlich hat alles ein Ende. Doch es fiel einigen sichtbar schwer, von den neu gewonnenen Freunden an dem kühlen sonnigen Herbstmorgen Abschied zu nehmen. Wohlwollend und erschöpft schauten auch die Gasteltern auf die Grüppchen, die zu den letzten Gesprächen zusammenstanden. Laute schnarrende Worte des gastgebenden Oberbürgermeisters Rupert Kubon auf der Freitreppe des Theaters übertönten kurzzeitig den Straßenlärm. Sie waren voller Anerkennung für das Geleistete und im Kern warmherzig. Umarmungen, einzelne Tränen und das Versprechen sich bald zu melden, ließen dann doch den Aufbruch der Gäste ahnen. Pünktlich ging es für die Gruppen aus Leipzig, Oelsnitz und Zittau los. Nur die Annaberg-Buchholzer wurden von ihrem Busfahrer versetzt und nutzten die zusätzliche Stunde, sich in Villingen nochmals die Beine zu vertreten.

Montag, 03 Oktober 2011

Vom Traum zur Wirklichkeit

Festveranstaltung zum 3. Oktober in Villingen-Schwenningen

Zur Blauen Stunde fügte sich für die Schülerbegegnung Musik & Kunst Sachsen – Baden-Württemberg ihr in drei Tagen vorbereitetes Konzert- und Theaterprogramm harmonisch zusammen. Noch bei Tag wurden die Besucher im vollbesetzten Franziskaner Konzerthaus von fast 500 begeisterten Schülerinnen und Schüler empfangen. Sie kamen aus dreizehn Schulmusikensembles aus Sachsen und Baden-Württemberg und traten nun gemeinsam in vier Ateliers auf. Eine gespannte Erwartung schien in der weiten Luft des ehemaligen Kirchenschiffs zu liegen.

Mit der Ouvertüre zur Oper Carmen eröffnete Atelier 1 unter der Leitung von Michael Bremer, Michael Rietz, Ulrike Schaper-Nolte und Erkentrud Seitz das anspruchsvolle Konzert. Das neu geformte Ensemble setzt sich aus dem Jugendsinfonieorchester St. Georgen-Furtwangen, dem ThomasSchulChor Leipzig, den Villinger Klosterspatzen und dem Schulchor des Gymnasiums am Hoptbühl zusammen. Ohne Mühe füllte die souveräne Leistung des Chors und des Orchesters den Raum mit Händel, Bizet und Gershwin.

Begrüßte nach dem musikalischen Auftakt der Oberbürgermeister Rubert Kubon seine Gäste aus Sachsen angenehm kurz, so blieben auch die Ausführungen des Staatssekretärs Frank Mentrup aus Baden-Württemberg und des Staatsministers Roland Wöller aus Sachsen der Situation angemessen.

Nach der modernen deutsch europäischen Hymne von Tilman Heiland eroberte mit Atelier 2 die traditionelle Chormusik die Bühne. Unter Leitung von Andreas Puttkammer und Daniel Zwierner wurden der Junge Chor St. Ursula Villingen, der Mädchenchor Rottweil und der Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinde Erzgebirge aus Annaberg-Buchholz zu einer erstaunlichen Einheit verbunden. In einer konzentrierten Leistung interpretierte das Ensemble Orlando di Lasso, Mendelssohn Bartholdy und Eric Whitacre. Dabei faszinierte die Klangreinheit, welche die beiden Chorleiter aus den jungen Kehlen hervor zauberten. Ihre emotionale Seite zeigte der Chor in zwei sich anschließenden Gospelstücken.

Unter dem Motto „Yes we Sing“ betrat das dritte Atelier die Bühne. Es bestand aus dem Schulchor des Zittauer Christian-Weise-Gymnasiums und den Schulchören der Gymnasien am Hoptbühl und am Deutenberg aus der gastgebenden Doppelstadt. Geleitet wurde der Chor von Gottfried Lau, Marco Puder, Ulrike Schaper-Nolte und Dirk Werner. Letzterer arrangierte die Evergreens von Bruno Mars, Charles Fox sowie „Drück die Eins“ von Kayser, Haß und Ramond. Frische und Leidenschaft hielten auf der Bühne Einzug und so fiel es den Besuchern nicht schwer, sich zu einem kleinen Abendspaziergang aufzumachen, der sie zum bereits ins Violett getauchten Theater am Ring führte.

Hier empfing die neugierige Menge das Atelier Big Band. Unter Ralf Fengler, Stefan Merkl und Holger Springsklee wurden die Blechbläser aus Oelsnitz, Mosen’s Brass Band, und Villingen-Schwenningen, Jazz ConneXion und GrooveConvention zu einer schlag- und rhythmusstarken Ensemble geformt. Mit „Balkan Toast“ und „Hörfunk“ von Stefan Merkl boten sie weit mehr als nur den Übergang zur Weitergabe der Wandertafel der Schülerbegegnung an die Vertreter der Stadtverwaltung Zittau.

Anschließend überraschte unter dem Titel „Schwarz-Rot-Gold“ eine szenische Collage zur deutschen Geschichte den Zuschauer. Mit Schwung, Witz und Spielfreude gaben sie dem Tag der Deutschen Einheit unverhofft Tiefe. Und als nach lang anhaltendem Beifall die Besucher aus dem Theater traten, hatte der Tag der Deutschen Einheit nicht nur eine gemeinsame Leistung vorzuweisen sondern auch einen Inhalt.

 

Montag, 03 Oktober 2011

Generalprobe im Theater am Ring

Die große Stunde der Uraufführung der szenische Collage »Schwarz-Rot-Gold« rückt immer näher. Im zweiten Teil der Festveranstaltung im Theater am Ring werden die jungen Künstler ihre erprobten und erstellten Künste präsentieren. Das SWR-Fernsehen sowie erste neugierige Besucher waren in der Generalprobe, die soweit ohne Probleme verlief. Die Schüler sind völlig ruhig und sehen der Aufführung gelassen entgegen.

In dem zwanzigminütigen Stück wird die deutsche Geschichte der letzten 200 Jahre behandelt. Umgesetzt wird dies in den einzelnen Szenen sehr gut. Jedoch werden wichtige und prägende Aspekte, wie zum Beispiel die Weltkriege oder die Wiedervereinigung, nur sehr kurz behandelt. Dafür ist das Schlussbild effektiv zu lang. Gegengensätze zwischen der DDR und der BRD werden zu harmlos dargestellt. Das Leben in den beiden ehemaligen deutschen Staaten wird eher angenehm, durch harmlose Werbeszenen vergangener Jahrzehnte beschrieben. Damit verfehlt die Inszenierung den tatsächlichen geschichtlichen Gang.

»Unser Ziel ist es den Zuschauer in das Stück reinzuversetzen, so dass er sich nicht mehr in der reellen Zeit, sondern in der Zeit, die auf der Bühne dargestellt wird, befindet«, so Axel Heil, einer der Choreographen der szenischen Collage. Dies würde wohl auch gelingen, wenn die entscheidenden Szenen länger und einprägsamer wären.

Die Zuschauer können sich dennoch auf eine gute Aufführung freuen, da es viele schöne Bühnenbilder und gelungene Texte gibt. Auch die im Hintergrund spielende Band ist mit Spannung zu erwarten

Tobias Reintzsch

Montag, 03 Oktober 2011

Proben im Atelier 4

Schon seit 9 Uhr arbeitet Atelier 4 hart auf der Bühne des Theaters am Ring. Musik, Bühnendarstellung und Theater werden nun mit großer Konzentration gemeinsam geprobt. Für alle ist es neu, mit den anderen Ensembles zu arbeiten, und für den einen oder anderen ergeben erst jetzt manche Szenen Sinn. Man sieht jedoch deutlich, dass es trotz allem Stress, allen Fehlern und Neuheiten den Akteuren großen Spaß macht. Auch wenn es mühselig ist, immer wieder dieselben schwierigen Szenen zu erarbeiten, entsteht langsam, aber sicher ein großes Ganzes.
Die Vorbereitungen für die Szenische Collage »Schwarz-Rot-Gold« gehen schnell voran. Eine großartige Uraufführung mit tollen Bühnenbildern, guter Musik und beeindruckendem Theater steht Villingen-Schwenningen bevor.

Sonntag, 02 Oktober 2011

Musik – Menschen – Meinungen

Der 3. Tag der Schülerbegegnung

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Sonntag, 02 Oktober 2011

Orgelkonzert in der Benediktinerkirche Villingen

Eine Kritik

»Der Buxtehude war geil, aber auf einige Sachen hätte man verzichten können«
– Zitat eines Besuchers

Es könnte sein, dass ich durch Leipzig zu sehr verwöhnt bin, aber in meinen Ohren war das Orgelkonzert von Lydia Schimmer an der Silbermann-Orgel in der Benediktinerkirche Villingen kein Fest der Musik. Die Stücke, die sie gespielt hat, waren zum Teil sehr kurz, wodurch das Konzert sehr zerrissen wirkte und man nicht mehr gut folgen konnte. Durch die langen Pausen baute sich keine Spannung auf. Und als Lydia Schimmer eine Einführung zur Orgel gab, war sie kaum zu verstehen.

Hannes Hildebrandt

Sonntag, 02 Oktober 2011

Abendliche Führung

Nach einem anstrengenden Tag für die Ateliers war am Sonntagabend für alle Schüler eine Stadtführung nach der Devise »Schüler führen Schüler«. Um 18:45 Uhr trafen sich alle Teilnehmer am Franziskaner. Dort warteten die jungen Stadtführer mit bunten Regenschirmen als Erkennungszeichen, um ihren »Touristen« Villingen zu zeigen. Mit jedem Guide brachen sich bis zu 20 Neugierige auf, die dann auf unterschiedlichen Touren durch die Stadt geführt wurden. Nach anderthalb Stunden und um viele Eindrücke reicher waren schließlich wieder alle am Franziskaner.

Sonntag, 02 Oktober 2011

Gottesdienst in der Stadtkirche Schwenningen

Ein Kessel Buntes

Zum Erntedankgottesdienst am Sonntag, 2. Oktober, bot die evangelische Kirchengemeinde in Schwenningen ein vielfältiges Programm. Die schlurfende Trachtengruppe des Schwenninger Heimatvereins zauberte mit Tanz und Harmonikabegleitung den Charme eines Dorffestes vor den reich geschmückten Altar, während der Stadtpfarrer mit dem Märchen der versteinerten Brote Jesaja 58, 6 bis 11 auslegte.

Das Kontrastprogramm bildete der ThomasSchulChor Leipzig. Unsichtbar für den Gottesdienstbesucher gelang es dem gemischten Chor auf der Empore in den Zuhörern tiefe religiöse Gefühle anzusprechen. In ihren vier Liedern, darunter »Jauchzet dem Herrn alle Welt« und »Spirit of God«, bildeten die weiblichen und männlichen Stimmen ein spannungsvolles Lautgewebe.

Anders als von der Kanzel verkündet, reist der ThomasSchulChor nicht gleich nach Leipzig zurück. Noch wartet auf ihn die große Festveranstaltung zum 3. Oktober im Franziskaner. Zum Schluss erhielt der Gottesdienst unverhofft Tiefe. Der Pfarrer laß einen offenen Brief des örtlichen Kirchenrats vor. Dieser beschloss, dem von Abschiebung bedrohten heimatlosen 18 Jährigen Sudanesen Sidar den Schutz des Kirchenasyls zu geben.

 

Sonntag, 02 Oktober 2011

Gottesdienst im Münster »Unserer Lieben Frau«

Harmonischer Gesang und Ökumene

Das diesjährige Erntedankfest im Villinger Münster »Unserer Lieben Frau« wurde von der Schülerbegegnung Sachsen Baden-Württemberg belebt.

Bereits seit der Ankunft probten der Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge aus Annaberg-Buchholz, der Junge Chor St. Ursula Villingen sowie der Mädchenchor Rottweil, um den Gottesdienst mit passenden Liedern zu bereichern. Dadurch wurde die Feier ökumenisch – ganz im Sinne der Schülerbegegnung war auch hier Einheit zu erleben.

Das Publikum war überwältigt. Die Chöre erhielten tosenden Applaus.

Samstag, 01 Oktober 2011

Atelier 1 – Chor und Orchester

Erarbeitung von Musikwerken

Das Atelier 1 besteht aus dem Jugendsinfonieorchester St. Georgen-Furtwangen und den Chören aus Zittau, Leipzig und Villingen. Unter der Leitung von Michael Berner, Michael Rietz, Ulrike Schaper-Nolte und Erkentrud Seitz werden in diesem Atelier neue Stücke erarbeitet. Diese werden am Montag, 03.10.2011, im ersten Teil der Festveranstaltung im Franziskaner Konzerthaus, Villingen, aufgeführt. Dazu gehören »Halleluja« aus Georg Friedrich Händels Oratorium »Der Messias«, »Habanera« aus Georges Bizets Oper »Carmen« und »Oh Lawd I’m on my way« aus dem Musical »Porgy and Bess« von George Gershwin.

Zuerst proben die Chöre einzeln, danach zusammen, und schließlich mit dem Orchester. Obwohl »Oh Lawd I’m on my way« nur anderthalb Minuten dauert, ist es für alle Beteiligten sehr schwierig, da es für Instrumentalisten viele schnelle Läufe und für die Sänger hohe Passagen gibt.

Samstag, 01 Oktober 2011

Eröffnungskonzerte

In Villingen und Schwenningen

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Samstag, 01 Oktober 2011

Auftakt zur Schülerbegegnung

Sachsen trifft in Baden-Württemberg ein

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Samstag, 01 Oktober 2011

Arbeit in den Ateliers

Was machen die eigentlich?

Nach dem leckeren Frühstück bei den Gastfamilien beginnen alle – fleißig wie die Bienchen – in den sechs Ateliers zu arbeiten. Die Musiker üben nach den ersten Auftritten weiter für das perfekte Abschlusskonzert. Und im Kunstatelier ist nicht nur Ausdauer bei der Performance, sondern auch Kreativität hinsichtlich des Bühnenbildes gefragt. Dabei wurden bereits viele neue Freundschaften geschlossen, sodass auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt.

Samstag, 01 Oktober 2011

BigBands – Von Rock bis Pop

Bereits am zweiten Tag der Begegnung erfüllten Klänge verschiedener Big Bands aus Villingen-Schwenningen sowie dem Vogtland die Straßen der Villinger Altstadt. Hier stellten die sich Gruppen selbst vor und boten einen Einblick in die 21. Schülerbegegnung.

Schnell zogen GrooveConvention des Gymnasiums am Hoptbühl, die BigBand der St. Ursula Schule, Jazz ConneXion des Gymnasiums am Deutenberg sowie Mosen’s Brass Band aus Oelsnitz Massen von Begeisterten an. Sie boten dem angeregten Publikum ein großartiges Klangerlebnis ihres Repertoires.

Von modernem Pop, Jazz bis zur zünftigen Blasmusik war alles dabei. Zur gleichen Zeit untermalte die Livemusik das gemeinsame Mittagessen auf dem Marktplatz.

Die Zuschauer tanzten selbst mit und bekamen kaum genug. Dies zeigte, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war und Lust auf mehr machte.

Samstag, 01 Oktober 2011

Villingen – Wo liegt das nochmal?!

Doch kein Kaff mit 500 Einwohnern

Um ehrlich zu sein, dachte ich bei Villingen an ein winziges Kaff mit 500 Einwohnern, mit Lidl und Netto als einzige Hauptattraktionen. Bei dem um acht die Bordsteine hochgeklappt werden. Auch die zahlreichen Vorurteile über die Schwaben und Baden spukten in mir herum. Und, ja, während der langen, langen Fahrt hierher, waren die Witze mit Freunden über die kommenden nächsten Tage an Blödheit nicht zu übertreffen. Am Ortseingangsschild vorbei kamen mir aber schon die ersten Zweifel und bei den Stadtmauern angekommen, warf ich meine vorbereitete Meinung vollkommen über Board. Die markanten Mauern erinnern an die vergangene Ritterzeit, sie geben der Stadt, einem Korsett gleich, ein straffe äußere Haltung. Romantisch und doch militant. An Hand der Innenstadt könnte  man die Architektur der letzten 800 Jahre verfolgen. Die barocke Opulenz der Benediktinerkirche steht im extremen Gegensatz zur mittelalterlichen Schlichtheit des Franziskaner Konzerthauses. In den Hauptstraßen gleichen die Fassaden den garnierten Eisbechern den Cafétischen, wie kleine aneinandergedrückte Törtchen mit kunterbunter Glasur. Und ich liebe Köstlichkeiten jeglicher Art.

Freitag, 30 September 2011

Kennlern-Party im Jugendhaus

Nach den Konzerten in den einzelnen Kirchen in Villingen und Schwenningen war von 20 bis 22 Uhr für alle Teilnehmer des Schülerbegegnung Sachsen – Baden-Württemberg die »Kennlern-Party« angesetzt. Über 500 Schüler und Lehrer beider Bundesländer trafen sich zu der gemeinsamen Feier im Jugendhaus Villingen. Neben Computern, Tischkicker, einer Diskothek und einem größeren Raum für einen Bandauftritt war auch für eine gute kulinarische Versorgung durch eine Catering-Service organisiert worden. Die Schüler lernten sich untereinander kennen und Grundsteine für Freundschaften und neue Connections wurden gelegt.

Erwähnenswert war zudem die Band, welche nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer in den Genuss von moderner Popmusik brachte.

Statements von Lehrern und Schülern:

»Die Räumlichkeiten waren für solch einen Anlass gut geeignet. Ein ›freies Handeln‹ war gewährleistet.«

»Die Band war richtig gut, wir haben voll abgetanzt!«

Freitag, 30 September 2011

Das Eröffnungskonzert in Schwenningen

Am Abend des 30.09.2011 war in der Stadtkirche Schwenningen für die Mosen’s Brass Band, den Jungen Chor St. Ursula Villingen und Mädchenchor Rottweil, den Schulchor des Christian-Weise-Gymnasiums Zittau und den Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge Annaberg-Buchholz das erste Konzert.

In einer gut besuchten Kirche konnten die Zuhörer bekannten Titeln wie »Power« (Myrna Summers), »Ring of Fire« (Merle Kilgore/June Carter) und »Ave Maria« (Sergej Rachmaninow) lauschen. In einer schönen Atmosphäre präsentierten sich die einzelnen Chöre von ihrer besten Seite. Jubelnden Applaus bekamen besonders die Chöre aus Zittau und Annaberg-Buchholz.

Freitag, 30 September 2011

Ausstellung im Franziskaner – Impressionen

Bilder – Skulpturen – Fotostrecken – Zeichnungen – Malerei – Kleidungsstücke – Drucke – Glasvitrinen – heller Saal – kühle Luft – warme Atmosphäre – verspielte Kunst – Kunst zum Nachdenken – aufgeregtes Stimmengewirr – Geflüster – Lachen – vertiefte Gespräche – Hilfsbereitschaft – Freundlichkeit – Bewunderung – Betroffenheit – interessierte Blicke – Presse – Interviews – Menschen aller Art – Begegnungen – neue Bekanntschaften – Wiedersehen

 

 

Freitag, 30 September 2011

Das Eröffnungskonzert in Villingen

Das Eröffnungskonzert in der Benediktinerkirche in Villingen war ein Fest der Chöre und des Orchesters. Die Musik kam bei den Zuhörern sehr gut an, denn die Chöre haben sich sehr ins Zeug gelegt und das Orchester…  Um das Konzert herrschte eine gute Stimmung. Das einzige Makel an dieser musikalischen Eröffnung war, dass der sehr gute Thomasschulchor von der Empore singen musste, die Villinger Klosterspatzen und das Jugendsinfonieorchester St. Georgen – Furtwangen jedoch aus dem Altarraum singen und spielen durften. Man sah den Thomasschulchor nicht, und als dann alle Ensembles zum Schlussapplaus zusammen auf die Bühne kamen, standen sie im Schatten. Die besondere Klangausbreitung von der Empore aus machte dieses Makel fast wieder wett gemacht. Ich empfand dieses Konzert als eine gelungene musikalische Eröffnung.

 

Freitag, 30 September 2011

Atelier 4 – Bühnenbild und Performance

Mut für die Bühne

Nach der Begrüßung aller Mitwirkenden im Franziskaner machten sich Schüler des Ateliers 4 auf den Weg zum Theater am Ring. Hier wird die Performance sowie die Gestaltung für die Festveranstaltung zum 3. Oktober übernommen. Die Gruppe Performance machte sich gleich auf der Bühne an die Arbeit. Unter der Leitung von Ulrike Merkle und Kathrin Seuthe wurden Lockerungsübungen durchgeführt. Ziel war es, Hemmungen vor Publikum zu verlieren, sich mit dem Raum vertraut zu machen und in der Gruppe zusammenzufinden.

»Banane, Kartoffel, Apfel, …« riefen die Schülerrinnen und machten sich gegenseitig Mut. Anschließend schlüpften sie mit viel Kreativität in die unterschiedlichsten Rollen, wobei auch einzelne Elemente, die später im Stück Verwendung finden, eingeübt wurden. »Vor allem die Fallübungen waren für mich sehr interessant«, meinte eine Schülerin. »So kann sich bei der Liveaufführung niemand verletzten.« Auch weitere Grundkenntnisse vermittelten die Lehrkräfte.

Von nun an übernahm aber die Performancegruppe selbst viele Aufgaben. Denn mit dem zuvor gesammelten Knowledgement soll am Montag, zum Tag der Deutschen Einheit, ein von den Schülerinnen ausgedachtes Stück entstehen, das die Geschichte Deutschlands reflektiert.

Die Gruppe Gestaltung von Atelier 4 übernahm die künstlerische Untermalung dieser historischen Ereignisse. Hierfür verwendeten sie großformatige Kartonplatten sowie Tuchbahnen in den Farben Schwarz, Rot, Gold. Die Stoffe sollen später die Entstehungsgeschichte der deutschen Flagge verkörpern. »Die uns gestellten Aufgaben machten uns großen Spaß und ließen mich schnell Freunde finden«, so Merharb aus Leipzig. Mit großem Enthusiasmus ließen die Schülerinnen und Schüler Bomber, Kronen, das Brandenburger Tor und vieles mehr mit Farbe entstehen.

»Ich freue mich schon darauf, mit den Bildern in der Hand bei der großen Anschlussaufführung auf der Bühne zu stehen«, berichtet Rebecca aus Villingen-Schwenningen. Bereits der erste Tag stellte ein großer Erfolg dar und ließ Freude auf die folgenden Zusammenarbeit aufkommen.

Freitag, 30 September 2011

Der Auftakt

Das Eröffnungskonzert im Franziskaner

Eröffnung mit Musik, Theater, Kunst und ja: Reden.

Impressionen

Gefüllter Saal – Blick auf die Bühne – aufgeregte Schüler – Lampenfieber – Vorfreude – »Mosen’s Brass Band aus Oelsnitz« –  schöne Klangfarbe – Begrüßungsworte des Oberbürgermeisters – Vorstellung der Mitwirkenden und der Ateliers – vielversprechende Programmpunkte – nachdenkliche Theaterdarbietung – Danksagung zwei sächsischer Schülerinnen – amüsante Beiträge – Schlussworte

 

Donnerstag, 29 September 2011

Es war einmal …

Eine lange, lange Reise

Sitzen gehört ja normalerweise zur Grundaufgabe der Schüler. Man sitzt während der Lehrer spricht – acht Stunden aktive Züchtung von Sitzfleisch. Acht Stunden dauerte auch unsere Fahrt von Leipzig nach Villingen-Schwenningen. Ebenso wie der Unterricht, kann eine Reise endlos langwierig oder überraschend kurz erscheinen. Zum Glück gehörte unsere Hinfahrt zu der letzteren Kategorie. Während einige ihr Schlafdefizit ausglichen, versuchten sich die Restlichen anderweitig zu beschäftigen. Mindestens auf jedem zweiten Banktisch lag ein aufgeschlagenes Buch und aus den Kopfhörern mischten sich die unterschiedlichen Musikgeschmäcker zu einem anhaltenden Klangteppich. Ab und an ertönten Forderungen, schleunigst mal die nächsten Toiletten zu besuchen.
16.30 Uhr waren wir dennoch alle froh endlich angekommen zu sein. Im Theater am Ring lauerten uns enorme Massen an Getränken und Obstschalen auf.  Man hatte das Gefühl Verkaufsobjekt eines illegalen Menschenhandels zu sein. Nach der Auffrischung der „Ware“ wurde dann umgehend mit der Auslieferung begonnen. Das Prinzip war ähnlich simpel wie beim Sklavenhandel: Gastfamilie äußert Begehr und Schüler wird unverzüglich geliefert. Erwies sich der Gastschüler als passend, konnte man miteinander zur Behausung ziehen.

 

Montag, 26 September 2011

21. Schülerbegegnung zwischen Sachsen und Baden-Württemberg

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